Dienstag, 28. April 2015

Lohnen sich Buchverfilmungen?


Nachdem ich diese Woche "Insurgent" im Kino gesehen habe, hatte ich irgendwie Lust, ein bisschen über Buchverfilmungen zu plappern und auch zu fragen was ihr darüber denkt.
Ich habe das Gefühl, dass in letzter Zeit eine Buchverfilmung nach der anderen in die Kinos kommt. Ich kenne bis jetzt 6 dieser Filme, die 2015 herauskommen sollen (Me & Earl & the dying girl, Margos Spuren, Tribute von Panem, Scorch Trials, Kein Ort ohne dich, Insurgent), es gibt also viel mehr Buchverfilmungen als man denkt.
Obwohl man sich anfangs ungemein freut und die Tage zählt bis das Lieblingsbuch endlich auf der Leinwand erscheint, ist das Ergebnis oftmals enttäuschend.
Das liegt aber meistens daran, dass Dinge, die das Buch zu etwas ganz besonderem gemacht haben, im Film einfach weggelassen werden. Dadurch entsteht ein langweiliges und ödes Irgendwas, dass uns Bücherwürmer immer wieder aufs Neue enttäuscht. Ein gutes Beispiel hierfür ist „City of Bones – Chroniken der Unterwelt“.
Was Regisseure anscheinend auch sehr gerne machen ist es,  viele Veränderungen durchzunehmen. Natürlich ist es nur verständlich, dass man einiges bei einer Buchverfilmung kürzen muss, wie sollte man denn sonst ein 700 Seiten Buch in einen 1 ½ Stunden Film verwandeln? Drastische Änderungen gefallen mir persönlich aber überhaupt nicht. Wenn man den Inhalt einer Buchverfilmung komplett umschmeißt und die Handlung total verdreht, dann ist es ja kein Wunder, dass die Filme nicht gut sind. Hierbei ist meiner Meinung nach das beste Beispiel „Rubinrot“.  Die Handlung wurde zu ca. 50% völlig verändert und somit ist eine ziemlich schlecht gemachte Verfilmung entstanden, sodass ich keine Anstalten  machen werde mir die Fortsetzung anzuschauen.

Aber nicht alle Buchverfilmungen sind gleich schlecht, es gibt natürlich auch einige die sehr gelungen sind. Meine liebste Buchverfilmung ist bis jetzt „Vielleicht lieber morgen“, das Buch heißt „Das also ist mein Leben“ bzw. „ The perks of being a wallflower“. Ich liebe sowohl das Buch als auch den Film, dieser ist nämlich dem Inhalt des Briefromans sehr treu geblieben und ich denke, dass es hierbei sehr entscheidend war, dass der Autor der Bücher (Stephen Chbosky) auch beim Film  Regie geführt hat. 

Ich persönlich denke, dass eine Buchverfilmung dann gut ist, wenn man dem Inhalt des Buches so treu wie möglich bleibt und sich auch intensiv damit beschäftigt. Wie schon gesagt gibt es einige Dinge die rausgestrichen werden müssen, weil der Film sonst komisch aussehen würde oder zu lang wäre, aber die Handlung total abzuändern ist auch nicht wirklich schön.
Ich denke es ist am schwersten, Fantasy-Jugendbücher oder Dystopien zu verfilmen, denn dort schlagen die Buchverfilmungen am meisten fehl, dies liegt dann wahrscheinlich an den Animationen/der Darstellung oder das alles viel zu klischeehaft & dramatisch dargestellt wird.


Was haltet ihr von Buchverfilmungen? Welche haben euch gefallen und welche nicht?



Kommentare

  1. Hmm... Du spricht einen in meinen Augen sehr ernstes Thema an.
    Okay, vielleicht nicht besonders ernst für Leute, die sich nicht mit den Büchern beschäftigt haben, aber für uns Leseeulen schon, oder? Also. Fangen wir einfach mal an. Es gibt viele Bücher, die ich in Filmmaterial umgesetzt durchaus gelungen finde. Zum Beispiel "Das Schicksal ist ein mieser Verräter", alle "Tribute von Panem"-Filme und auch den ersten Teil der Bestimmung. So. Aber der zweite Teil war ja mal sowas von Bullshit. Keine Musik, keine wirkliche Verbindung zum Buch. "Insurgent" ist ein guter Film. Wenn man das Buch nicht gelesen hat. Aber wenn man das getan hat, sollte man sich meiner Meinung nach von "Insurgent" eher fernhalten, oder es nicht so ernst sehen. Was die Regisseure am Set gemacht haben, weiß man zwar nicht, aber vermutlich war Alkohol im Spiel :D Keine Ahnung, die haben das doch scheinbar gar nicht ernst genommen...

    Ganz viele liebe Grüße, Rainbow ☼♥
    walkingaboutrainbows.blogspot.com

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    1. Die guten Verfilmungen die du genannt hast, finde ich auch gelungen, aber andere wie z.B Rubinrot waren grauenhaft. Ich meine mal ehrlich: Wie kommt man auf so einen Mist, wer will sich das schon anschauen?
      Ja, bei "Insurgent" wurde einfach zu viel geändert, das mit der Box und das Ende mit Jeanine etc. war wie du selbst sagst Bullshit, aber jemandem der das Buch nicht kennt hätte es gefallen.
      Haha, Alkohol im Spiel? Das wäre gar keine so schlechte Begründung xD Vielleicht haben sie es aber auch ein wenig zu ernst genommen, statt zu wenig, wer weiß:d
      Liebste Grüße
      Natalie♥

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  2. Ich stimme dir da in einigen Punkten definitiv hinzu. Allerdings muss man das auch aus Sicht der Filmindustrie sehen: Man spart sich einiges an Arbeit, wenn man ein Buch adaptiert und als Film raus bringt (wenn du interessiert bist: Ich habe mit Christina Becker ("Fäck ju Göthe", "Die Welle", etc.) ein Interview zu diesem Thema geführt. Meld dich bei mir, wenn es dich interessiert (buchrezensionen-nazurka@utlook.de).

    Ansonsten ist es auch immer eine Frage des Budgets. Ich bin froh, dass sie bei Rubinrot und auch bei der Mara-Trilogie den Versuch unternehmen und es fördern. Aber dies sind nun einfach mal die teuersten Filme, also die aus dem Genre Fantasy etc. Was hälst du denn von der Adaption zu Game of Thrones? Das würde mich echt mal interessieren.

    Liebste Grüße,
    Nazurka

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